In Memoriam HANS SIEBERT

Ing. Johann Siebert



Hans Siebert wurde 1939 in Baden geboren.
Er besuchte die Elektrotechnik HTL in Mödling und machte 1958 die Matura. Sein Spezialgebiet war der Explosionsschutz und Notbeleuchtungen.
Im Laufe der Zeit war er bei einigen großen Konzernen (Elin, BBC später ABB etc...) angestellt.

seine Rallyekarriere:

Johann Siebert startete seine Rallyekarriere 1968 als Beifahrer von Walter Lux. Lux/Siebert fuhren einen privaten Käfer der von Leo Bosch "frisiert" wurde.
1968 war auch die Zeit, als Porsche Salzburg sich mehr und mehr für den Rallyesport interessierte. Das Duo Lux/Siebert machte es den damaligen Käfertretern von Porsche Salzburg nicht einfach und lies immer wieder mit guten Zeiten aufhorchen.

Eines Tages (1970) klingelte dann das Telefon von Hans:

"Strasser hier, hätten Sie nicht Interesse für uns zu fahren?"
Es war niemand geringerer als der Rennleiter der Motorsportabteilung in der Alpenstraße. Strasser dürfte sich gedacht haben, es ist einfacher mit Ihm als gegen Ihn zu fahren.

Natürlich nahm Hans Siebert das Angebot an. Er bekam pro Tag 500 Schilling plus Spesen.
Er war ab sofort für die die komplette Abwicklung der Werksmannschaft verantwortlich. Er organisierte die Unterkünfte, den Transport der Teile und Fahrzeuge und vieles mehr.

Im Jahr 1970 passierte dann etwas weltweit Einzigartiges:

Die "LEX SIEBERT"

Hans Siebert wurde als Beifahrer Österreichischer Rallyestaatsmeister.


Siebert zählte, wie Böhs und Gottlieb, zu den Vorreitern in Sachen Aufschrieb. Sie begannen professionelle Aufschriebe zu erstellen.
Das führte dann soweit, dass Hans Siebert damit Geld verdienen konnte.
So erstellte er zum Beispiel den Aufschrieb für eine komplette deutsche Rallye sowie den österreichischen Teil der London-Sydney Rallye.

1973 war ein sehr ereignisreiches Jahr.
Zu Beginn der Saison stürzte Hans Siebert mit Ing. Georg Fischer bei der Elba Rallye über 30m tief ab. Sie blieben, bis auf ein paar kleine Schrammen, aber unverletzt.

Bei der Akropolis starteten Sie wieder gemeinsam und schafften einen unglaublichen Erfolg bei diesem WELTMEISTERSCHAFTSLAUF.

Sie wurden Gesamt-Fünfte und gewannen ihre Klasse.

Ende 1973 stellte die Motorsportabteilung ihre Rallyeeinsätze ein und man bot Hans Siebert einen Job bei Porsche Austria in Salzburg an.
Er lehnte aber aus familiären Gründen ab.

1974 versuchte er es mit einem deutschen Fahrer. Dieser hatte seinen BMW aber nie richtig unter Kontrolle und er verspürte das erste mal Angst während eines Rallyeeinsatzes.
Und das, obwohl Hans Siebert am heissen Sitz von den wildesten Fahrern platzgenommen hatte.

Er fuhr unter anderem mit Walter Lux, Leo Bosch, Günther Janger, Dipl. Ing. Georg Fischer und Franz Wittmann.

Nach dieser Erfahrung verabschiedete er sich nach und nach vom aktiven Rallyesport.

Weiters ist anzumerken, dass Hans Siebert zu den Gründern des BRK (Badener Rallye Klub) gehörte und dort viele Jahre als Obmann tätig war.

Hans Siebert hat viel für den österreichischen Rallyesport getan.

Ich möchte Hans auf diesem Wege herzlich danken und lebe wohl sagen.


Liebe Grüße
Michael





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